17.10.2011
Zum Jubiläumsfest wurde die Krone gestohlen/
Verschönerungsverein:
186 ehrenamtliche
Arbeitsstunden und 1700 Euro fürs Denkmal /
Alle Bürgermeisterkandidaten kamen
Bilder rechts: Urs
Datum; Bilder links Karl Aumüller
Die Feier gestern am
neu restaurierte Konrad- Denkmal unter dem Motto "1100 Jahre- Krönung des 1.
deutschen Königs 911-918 König Konrad", war überschattet, vom Diebstahl der
Krone des Denkmals, vermutlich in der Nacht von Samstag auf Sonntag.
Es handelt sich dabei übrigens um ein Strafdelikt nach
§ 304 STGB Gemeinschädliche Sachbeschädigung. Man
darf gespannt sein, ob die Gemeinde Anzeige erstattet.
Die gelungene Veranstaltung lief programmgemäß, der Service der Freiwilligen
Feuerwehr, die auch für Essen und Trinken stand, war perfekt. Etwa knapp
100 Menschen dürften es gewesen sein, die gekommen waren.
Musikalisch umrahmt von den Villmarer Blechbläsern war der bestohlene König
zentrales Thema der Vorträgen von Bürgermeister Hermann Hepp, Manfred Weber,
Untere Denkmalbehörde des Landkreises Limburg-Weilburg
und Wolfgang Schön, 1. Versitzender des Verschönerungsvereins Villmar.
Hermann Hepp begrüßte ausdrücklich die vier erschienenen
Bürgermeisterkandidaten und dankte allen an der Feier Mitwirkenden. In einer
langen Rede schlug er den Bogen aus der Zeit des ersten deutschen Königs bis
hin zu Gegenwart, der aktuellen Feier.
Für
die Unabhängige Freie Bürgerliste Villmar war der Beigeordnete im
Gemeindevorstand, Gilbert Hepp, gekommen (Bild links). Die Sanierung des
Denkmals selbst kostete nur etwa gut die Hälfte der veranschlagten 30.000
Euro. Und während er Veranstaltung zeugten Wandergruppen von der
touristischen Attraktivität des in Deutschland einzigen Denkmals des ersten
deutschen Königs. Hermann Hepp dankte dem Verschönerungsverein Villmar für
seinen hervorragen Einsatz für die Allgemeinheit. Als kleine Annerkennung
sollen die Aktivisten des Vereins die
ecard-hessen
erhalten. Er habe beim Landkreis einen entsprechenden Antrag gestellt.
"Villmar ist stolz auf sein Denkmal" so Hermann Hepp. Stimmt.
In
seiner Rede sagte Wolfgang Schön: "Der
alte Zaun, die Begrenzungsmauer sowie die Bankanlage waren in die Jahre
gekommen und bedurften einer grundlegenden Sanierung. Auch war der Zugang
ohne Geländer bzw. einem Handlauf. Also gingen wir ans Werk. An der
Begrenzungsmauer am Denkmal wurden die Fugen neu verfugt. Ein neues
Geländer von der Bankanlage bis zum Denkmal wurde nicht nur erneuert sondern
auch noch verlängert und erreichte die Länge von 38 Meter.
Dann stellten wir fest, dass vom Parkplatz bis zur Bankanlage ein Handlauf
fehlt. Also haben wir einen Handlauf angebracht der die Länge von 17 Meter
erreichte. Auch ein Infopult haben wir oben installiert, wo man in einer
Kurzbeschreibung die wir unter einer Plexiglasscheibe, die wir von der Fa.
Sico aus Weilburg-Waldhausen gestiftet bekommen haben, sich über das Denkmal
informieren kann. Dafür Herr Jürgen Singe herzlichen Dank. Wie der eine
oder andere schon sehen kann, oder nach her sehen kann, haben wir an unseren
Bauwerken das neue Vereinschild mit dem Villmarer Wappen, dem Gründungsjahr
und der Internetseite angebracht.
Dem Denkmal haben wir zur einer Krone verholfen, wobei wir hoffen dass diese
nicht mehr entwendet wird da diese aus Kunststoff ist und praktisch keinen
Materialwert darstellt. Die Vereinsschilder an der Stückzahl von 200 und
die Krone wurden von der Fa. Kettner aus der Kapellenstr. In Villmar
gefertigt und uns gestiftet. Den beiden Geschäftsführern Herrn Oster und
Herrn Saleschke vielen herzlichen Dank.
Da der alte Aufgang zum Denkmal früher direkt von der Landstraße aus zum
Denkmal führte, jedoch wegen der Gefährlichkeit zum Parkplatz hin verlegt
wurde, fehlte oben an der zur Landstraße zeigende Richtung eine Bank, wobei
diese das Blickfeld direkt zum König-Konrad hätte und es wäre schön wenn
dort eine Bank stünde. Sie müsste jedoch auch Betonteile wie die andren
Bänke haben. Also Form gebaut, Beton gegossen und eine neue Bank gebaut.
Die wurden dann unter Kraneinsatz von der Dachdeckerfirma Kissel von Renee
Kissel an Ort und Stelle gebracht. Herr Kissel, herzlichen Dank.
186 Stunden und ca. 1700,00 Euro, die wir aus der Vereinskasse investiert
haben wurden benötigt um dieses alles zu bewerkstelligen. Ich bedanke mich
bei allen Helfern die trotz manchmal schlechten Wetter ausgehalten haben um
diese Anlage entstehen zu lassen.
Danken möchte ich dem Forstbetriebshof des Marktfleckens Villmar unter
Leitung der Försterin Frau Nadine Ströberle die uns das Holz, Lärche,
zugeschnitten hat. Wann immer ich mit meiner kleinen Bestellliste kam,
frage; wann brauchen Sie das Holz, meine Antwort gestern, Lachen und es
ging. Auch hier herzlichen Dank."
Bei dem anschließen "Gemütlichen Beisammensein" war u.a. auch Gelegenheit
für alle vier Bürgermeisterkandidaten im Vorwahlkampf das "Bad in der Menge"
zu suchen.