30.03.2008 Aktion
„Saubere Landschaft“ des Verschönerungsvereins Villmars ein doppelter
Erfolg - auch Erfolg für Hermann Hepp

Bei der diesjährigen
Aktion "Saubere Landschaft" des Verschönerungsvereins Villmar waren rund 20 Bürger
beteiligt gut 3 Kubikmeter Müll wurden von den Straßenrändern außerhalb
Villmars gesammelt. Die Skala reichte von weggeworfenen Plastikbechern über
Schnapsflaschen bis hin zu Staubsaugern, Autoreifen und Grillrosten. Teilweise
wurden von verantwortungslosen Zeitgenossen Flaschen bis zu 6 m ins Feld
geworfen, so Alfons Heun. Gegenüber letzten Jahres wurden übrigens auffällig
mehr Schnapsflaschen mit größerem Volumen eingesammelt. Die schon vor Jahren
umgesetzte Strategie der Gemeinde, Papierkörbe abzubauen, nach dem Motto „Jeder
soll seinen Müll mitnehmen!“ geht offensichtlich nicht auf. Gerade an
Infotafeln häufe sich der Müll, so wird berichtet. Die Verlängerung vom
Brotweg zeichne sich dieses Jahr übrigens durch eine besonders große Verunreinigung
durch Hundekot aus, wurde festgestellt. Auch dieses Jahr war die Arbeit
der ehrenamtlichen Landschaftsreiniger wieder gefährlich. Gerade auf der Straße
nach Niederbrechen haben die Autofahrer sehr oft keine Rücksicht auf die
Sammler genommen und sind mit „oft über 100 Sachen“ an den
Einsatzkräften vorbeigefahren. Der Vorsitzende des Verschönerungsvereins
Villmar, Wolfgang Schön, stellte fest, dass durch zusätzliche Wanderwege für
die Gemeinde auch zusätzliche Reinigungsarbeit anfallen werde. Da sei es mit einmal reinigen im Jahr durch den
Verschönerungsverein nicht getan. Wenn diese künftigen Arbeiten ordentlich gemacht
werden sollten, müsse die Gemeinde auch hierfür den Einsatz des kleinen
Kübelwagens einplanen. Woanders, so Schön, würden solche Leistungen aus der
Kurtaxe bezahlt, „ Aber du kannst nicht blasen und das Mehl im Mund behalten!“ so der Vorsitzende des Verschönerungsvereins.
Wolfgang Schön zeigte sich
insgesamt sehr zufrieden mit dem Erfolg der Arbeit, an der auch 7 Jugendliche
als Wiedergutmachung teilgenommen hatten.
Dies
ging auf eine Anordnung von Bürgermeister Hermann Hepp zurück, der die
jungen Leute wegen der von ihnen angerichteten Sauerei an der Galgenberghütte
letzten Jahres dazu verdonnert hatte (wir berichteten). Mit der Arbeit der Jugendlichen, so stellte Wolfgang Schön fest, sei man sehr zufrieden gewesen.
Vor allem ihre Erkenntnis über den Grad der Verschmutzung an Straßenrändern,
was da so alles so achtlos hingeworfen werde, hält er für wichtig.
Dass
der von Hermann Hepp eingeschlagene Weg der richtige war, lässt sich auch an
einer Äußerung eines Jugendlichen gegenüber eines Vereinsmitgliedes
erkennen. Der hatte nämlich angesichts der guten Arbeit die Jugendlichen
gefragt, ob sie nächstes Jahr wieder mitmachen wollten. Als Antwort bekam er:
„ Nein, denn wir machen keine Sauerei mehr!“ Den
Abschluss fand die diesjährige Sammelaktion bei einem deftigen Mittagessen
mit heißen Würstchen und guter Hausmacher Dosenwurst, gespendet - wie bisher
jedes Jahr- von Germa Laux (Lauxe-
Schworzer). Brot und Brötchen wurden von der Bäckerei Ulrich Schmidt
gespendet. Das Küchenpersonal bestehend aus Bärbel Hawig, Hilde Kastleiner
und Uwe Tewes sorgte, wie jedes Jahr, für
einen gelungenen Ausklang im Vereinsheim.